Die Möglichkeiten eines Fernseh- und Filmfestes in Köln
06.03.2006 - (Referent: Dr. Lutz Hachmeister, HMR International)
Bei den TalkingHeads im März sprach Dr. Hachmeister vor hochkarätig besetztem Plenum über die Potenziale für ein Kölner Film- und Fernsehfestival. Dazu die ComCologne:
"Aus Sicht von Herrn Hachmeister hat Köln andere Probleme als das Fehlen einer Kölnale. Vielmehr fehle es an einem Veranstaltungsort mittlerer Größe, in dem man Events wie den Deutschen Fernsehpreis veranstalten könnte – innerstädtisch statt in Ossendorf. Darauf will Hachmeister alsbald den Kölner Stadtentwicklungs-Dezernenten Bernd Streitberger aufmerksam machen. Nichtsdestotrotz sieht er Möglichkeiten, bestehende Veranstaltungen neu miteinander zu verknüpfen. Das könne man dann machen wie die Bayern, die mit dem Filmfest München im Sommer, den Medientagen München im Herbst und dem Bayerischen Filmpreis im Winter eine „Kette von Events“ geschaffen hätten - oder wie Edinbourgh, wo die herausragenden Medien- und Kulturveranstaltungen im August stattfinden.
In diesem Zusammenhang empfahl Hachmeister die Cologne Conference als eingeführte Marke, an die sich andere Partner andocken könnten. Die bisherige Anbindung ans Medienforum NRW müsse keine Dauerlösung sein. Bei der diesjährigen Veranstaltung, die noch einmal parallel zum Medienforum stattfindet (18. – 24.05.), arbeiten Hachmeister und Festival-Direktorin Martina Richter neben dem Spiegel als diesjährigem Titelsponsor mit der BBC, dem WDR, dem ZDF, der Filmstiftung NRW, Unternehmen wie Grundy Light Entertainment und MME sowie mit den Kölner Filmhochschulen zusammen. Vor dem Hintergrund, dass internationale Erfolgs-Serien wie „Sex and the City“ oder „24“ in Köln ihre deutsche bzw. europäische Premiere feierten, soll die Cologne Conference weiterhin die Schnittfelder zwischen Fernsehen und Kino ausloten. Aus Köln erhofft sich Hachmeister zusätzliche Akzente aus dem Bereich Kunst."
Dr. Lutz Hachmeister ist seit 1995 Gesellschafter HMR International mit Schwerpunkt Beratung und Forschung, war von 2001 bis 2002 Jury-Vorsitzender des Deutschen Fernsehpreises , ist seit 2001 auch Geschäftsführer der HMR Produktion GmbH für Fernseh- und Filmproduktion und ist seit 2005 Gründungsdirektor des IfM, Instituts für Medienpolitik mit Sitz in Berlin und Köln.
Dr. Hachmeister veröffentlichte zudem zahlreiche Bücher und Artikel, darunter unter anderem:
Der Propaganda-Minister. Die Welt des Joseph Goebbels, ersch. 2005 (Hrsg. zus. mit Michael Kloft).
Schleyer. Eine deutsche Geschichte, München 2004.
Die Fernsehproduzenten. Rolle und Selbstverständnis, Konstanz 2003 (Hrsg. zus. mit Dieter Anschlag).
Die Herren Journalisten. Die Elite der deutschen Presse nach 1945, München 2002 (Hrsg. zus. mit Friedemann Siering).
Wer beherrscht die Medien? Die 50 größten Medienkonzerne der Welt, München 1997 (Hrsg. zus. mit Günther Rager), 3. Aufl. 2002.